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Was ist eine Intrauterine Insemination (IUI)?

 
 
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Die Intrauterinbefruchtung (IUI) ist eine Technik der assistierenden Reproduktion bei der aufbereitete Samenzellen ins Innere des weiblichen Fortpflanzungstraktes geleitet werden um die Distanz, die sie bis hin zur Eizelle zu hinterlegen haben, zu verkürzen. 

Grundlegend wird die Intrauterinbefruchtung dann eingesetzt, wenn anatomische Veränderungen im männlichen Genitaltrakt vorliegen oder in Fällen der erektilen Dysfunktion, bei denen es dem Mann nicht möglich war in die Vagina seiner Frau zu ejakulieren. Anfänglich fand die Intrauterine Insemination ebenfalls ihre Anwendung in Fällen der männlichen Unfruchtbarkeit, da auf Grund der Konzentrierung der Spermatozoen eine höhere Anzahl von ihnen die Peripherie der Eizelle erreichten.

 
Auf natürliche Weise gelangt bei einer Ejakulation eine große Menge an Spermien in den Eingangsbereich der Gebärmutter, Zervix oder Gebärmutterhals genannt. Die Zervixdrüsen produzieren einen Schleim, der sich mit seinem alkalischen pH-Wert (gleich der Spermaflüssigkeit) vom sauren Vaginaschleim unterscheidet. Die Spermatozoen durchdringen diesen Zervixschleim und verbleiben in den Gruben, die die Zervixdrüsen formen. Viele der Spermatozoen dringen nicht durch den Schleim vor und verlieren sich in der Scheide. 

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Die Samenflüssigkeit oder Samenplasma, enthält Substanzen (Prostaglandine) die beim Durchdringen des Zervix deren Kontraktion hervorrufen. Durch diese Kontraktion werden die im Schleim angesammelten Spermien in den oberen Teil der Gebärmutter aufgesogen, wobei das Samenplasma niemals ins Innere der Gebärmutterhöhle vordringt. Es verbleibt in der Scheide, weswegen die Frauen nach dem Geschlechtsverkehr einen Ausfluss an Flüssigkeit verspüren. Bei einer Intrauterinen Insemination wird die Samenflüssigkeit von den Spermien getrennt und verworfen, denn wenn sie in die Gebärmutter gelangen würden, wäre mit starken Kontraktionen und eventuell auftretenden Infektionen oder sogar anaphylaktischen Reaktionen als Folge zu rechnen. 

Zu den uterinen Kontraktionen, die durch die Prostaglandine der Samenflüssikeit hervorgerufen werden und den Spermien dazu verhelfen in die Eierstöcke zu gelangen, kommen peristaltische Kontraktionen, ausgelöst durch die von den Follikel gebildeten Hormonen. Normalerweise wird nur ein dominanter Follikel gebildet. Dieser schüttet eine bedeutendere Menge an Hormonen aus und seine Seite der Eierstöcke wird stärker als die andere Seite kontrahiert. Als Folge wird eine größere Menge an Spermatozoen in die Seite mit dem Follikel angesaugt. Wenn die Spermien den Ort, an dem sich die Eizelle befindet erreichen, haben sie eine Reihe an Transformationen während ihrer Aszension im Genitaltrakt durchlaufen, die man als Kapazitation bezeichnet. Wie wir wissen sind Spermien, die sich im Sperma befinden befruchtungsunfähig und erlangen diese Fähigkeit erst, wenn sie den Prozess der Kapazitation durchlaufen haben. Sind die Spermatozoen nun an der Eizelle angelangt, durchdringen sie dank der Bewegungen ihres Schwanzes die Zellschicht, die die Eizelle umgibt (Cumulus oophorus genannt). Die Spermatozoen binden sich an die spezifischen Rezeptoren der Zona pellucida (Schutzhülle um Eizelle). Diese Vereinigung produziert eine Veränderung im Spermienkopf (Akrosomenreaktion), der daraufhin Substanzen freisetzt, die eine Modifikation der Zona pellucida hervorrufen und die Befruchtung ermöglichen. Dennoch muss sich eine ausreichende Menge an Spermatozoen an die Zona pellucida anheften, damit die Befruchtung stattfinden kann. Kommen nur wenige an, wird es schwierig eine Befruchtung zu erreichen. Das erklärt uns, warum Männer mit einer niedrigen Anzahl an beweglichen Spermien mehr Schwierigkeiten haben werden auf natürliche Weise eine Schwangerschaft zu erlangen. Wie vorangegangen erklärt wurde verliert sich ein Teil dieser wenigen Spermien in der Scheide und der Rest (von denen nicht alle die Gebärmutterhöhle erreichen) steigt in die Eileiter Richtung Eizelle auf. Dort angekommen werden nicht alle von ihnen fähig sein die Zellen der Cumulus oophorus zu durchdringen um sich an die Zona pellucida zu heften. Gehen wir also von wenigen Spermien aus, erreichen noch wenigere die Eizelle.

 

TratamientosIn solchen Fällen ist die Intrauterinbefruchtung eine einfache Behandlung und stellt eine große Hilfe dar, da eine vermehrte Anzahl an beweglichen Spermien in die Gebärmutterhöhle hinterlegt wird und ausreichend viele bis zur Eizelle vordringen können. Wenn wir die Vorgehensweise auf sehr schematische Weise erklären, werden die Spermatozoen konzentriert und am Tag des Eisprungs der Frau in der Gebärmutterhöhle eingeführt. Auch wenn wir immer noch von wenigen Spermien ausgehen, verliert man nicht die Million an Spermien, die auf natürliche Weise zurückbleiben würden. Der Samen wird nicht nur konzentriert, sondern durchläuft zwei Stunden vor der Intrauterinbefruchtung das Verfahren der künstlichen Kapazitation, die den physiologischen Reifungsprozess der Spermien nachahmt. Die Samenflüssigkeit wird eliminiert und durch spezifische Kulturmedien ersetzt. Diese erhöhen die Spermienbeweglichkeit und verbessern damit die Befruchtungskapazität der Spermien. Des Weiteren führt man eine Selektierung der besten Spermatozoen durch, sodass man nur diese für die intrauterine Befruchtung verwendet. 

Je nach Herkunft des Samens und nach dem Ort der Hinterlegung im weiblichen Genitaltrakt, unterscheidet man verschiedene Typen der Insemination: 

Entsprechend der Herkunft des Samens: 

1) IUI mit Samen vom Ehepartner. 
2) IUI mit Spendersamen (IUI-D), wobei der Samen von einem anonymen Spender stammt. 

Entsprechend des Hinterlegungsortes des Samens: 

1) Parazervikale IUI, bei der die Spermien im Zervixkanal abgelegt werden. 
2) Intrauterine Insemination, bei der die Spermien ins Innere des Uterus eingeführt werden. 

In der Regel führt man immer die Intrauterinbefruchtung mit zuvor kapazitiertem Sperma durch, da sie die besten Ergebnisse erzielt.

 

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